Wer an Chengdu denkt, denkt vermutlich früher oder später an Pandas. Die chinesische Metropole in der Provinz Sichuan gilt schließlich als eine der besten Anlaufstellen, wenn man die berühmten schwarz-weißen Bären einmal aus nächster Nähe erleben möchte. Für uns war deshalb schon vor unserer Reise klar: Ein Besuch der Chengdu Research Base of Giant Panda Breeding gehört definitiv auf unsere Liste.
Nach unserem Aufenthalt in Peking ging es am Morgen mit Air China weiter nach Chengdu. Viel Zeit zum Ankommen hatten wir allerdings nicht. Nach der Landung fuhren wir direkt zu unserem Hotel, stellten kurz unser Gepäck ab und machten uns anschließend schon wieder auf den Weg zu unserem eigentlichen Ziel: den Pandas.

Ankunft in Chengdu und ein besonderer Blick auf die Stadt
Für unseren Aufenthalt in Chengdu suchten wir uns das The Hidden House aus. Das kleine Boutique-Hotel liegt unweit des Jinjiang-Flusses und der berühmten Anshun-Brücke. Wir hatten uns ganz bewusst für ein Zimmer mit Blick auf die Brücke entschieden – und die Entscheidung hat sich definitiv gelohnt.
Unser Zimmer war gemütlich eingerichtet und verfügte sogar über einen kleinen Balkon. Besonders schön war natürlich der Blick auf die beleuchtete Anshun-Brücke, die abends eine ganz besondere Atmosphäre verbreitet. Die Brücke gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen Chengdus und war für uns deshalb gleich ein kleines Highlight direkt vor der Hoteltür.



Nach dem kurzen Zwischenstopp im Hotel ging es für uns direkt weiter zur Panda Base. Wie schon an anderen Stellen unserer China-Reise nutzten wir dafür Didi. Die App, das chinesische Pendant zum uns bekannten Uber, hat für uns hervorragend funktioniert und war eine der unkompliziertesten Möglichkeiten, sich innerhalb der Städte fortzubewegen. Die Fahrten lassen sich einfach buchen und auch die Bezahlung funktioniert unkompliziert. Gerade wenn man schnell und ohne große Suche von A nach B kommen möchte, war Didi für uns ideal. Wir können Didi für eine China-Reise deshalb uneingeschränkt empfehlen.
Die Chengdu Research Base of Giant Panda Breeding
Unsere Tickets für die Chengdu Research Base of Giant Panda Breeding hatten wir bereits vorab über Trip.com reserviert. Auch hier war die Abwicklung denkbar unkompliziert. Am Besuchstag selbst mussten wir lediglich unseren Reisepass vorzeigen. Die Reservierung ist mit den Passdaten verknüpft, sodass der Reisepass gleichzeitig als Eintrittsticket fungiert. Einen Ausdruck, Voucher oder ein zusätzliches Ticket braucht man bei einer Reservierung über Trip.com also nicht.
Die Panda Base ist natürlich weit mehr als eine Attraktion für Touristen. Die Einrichtung wurde 1987 gegründet und widmet sich der Forschung, Zucht und dem Schutz der Großen Pandas. Gleichzeitig spielt sie eine wichtige Rolle bei der Aufklärung über die Tiere und ihren Lebensraum. Das weitläufige Gelände bietet den Pandas möglichst naturnahe Lebensbedingungen und ermöglicht gleichzeitig wissenschaftliche Arbeit rund um Haltung, Fortpflanzung und Aufzucht. Damit leistet die Panda Base einen wichtigen Beitrag zum langfristigen Schutz der Art.
Für uns Besucher bedeutet das vor allem eines: Man läuft hier nicht einfach an ein paar Gehegen vorbei. Die Anlage ist riesig und bietet immer wieder neue Bereiche, in denen man die Tiere beobachten kann.
Ein Nachmittag zwischen Bambus und Pandas
Und dann kam der Moment, auf den wir uns schon vor unserer Reise gefreut hatten: die erste Begegnung mit einem echten Panda.


Natürlich hatten wir schon unzählige Fotos und Videos von Pandas gesehen. Aber plötzlich selbst vor einem dieser schwarz-weißen Tiere zu stehen, ist dann doch etwas anderes. Die Tiere waren ganz unterschiedlich aktiv. Einige saßen gemütlich auf dem Boden und widmeten sich konzentriert ihrer wohl wichtigsten Aufgabe des Tages: Bambus essen. Andere hatten es sich hoch oben in einem Baum bequem gemacht und schliefen einfach.



Und dann gab es diejenigen, die offensichtlich deutlich mehr Energie hatten. Wir konnten Pandas beim Klettern beobachten, beim Spielen und beim Herumturnen. Manche bewegten sich dabei so unbeholfen, dass es fast aussah, als würden sie gerade einen Purzelbaum schlagen. Andere kletterten einfach irgendwo hinauf, machten eine ziemlich spektakuläre Figur und ließen sich anschließend wieder fallen.





Gerade diese Momente waren für uns die schönsten. Pandas wirken ohnehin unglaublich entspannt, aber wenn sie anfangen zu spielen und herumzuklettern, wird schnell deutlich, wie verspielt und gleichzeitig herrlich tollpatschig sie sein können. Man könnte ihnen wahrscheinlich stundenlang zuschauen. Das macht den Besuch so unterhaltsam. Man weiß nie genau, was der nächste Panda gerade vorhat.


Lohnt sich die Panda Base auch am Nachmittag?
Häufig wird empfohlen, möglichst am Vormittag zur Panda Base zu fahren. Grund dafür ist vor allem die Fütterungszeit, zu der die Tiere oftmals aktiver sind. Wir haben uns trotzdem für den Nachmittag entschieden – und waren damit sehr zufrieden.
Während unseres Besuchs war es angenehm entspannt. Das Gelände ist so groß, dass sich die Besucher sehr gut verteilen und es an vielen Stellen überhaupt nicht voll wirkte. Gleichzeitig haben wir zahlreiche Pandas gesehen und konnten uns mehrere Stunden Zeit nehmen, ohne das Gefühl zu haben, etwas zu verpassen.
Natürlich können wir nur von unserem eigenen Besuch berichten. Wer die Tiere unbedingt bei der Fütterung erleben möchte, für den kann ein Besuch am Morgen sicherlich interessant sein. Wenn man es dagegen etwas ruhiger angehen lassen möchte, würden wir den Nachmittag jederzeit wieder wählen. Für uns war es jedenfalls die perfekte Variante.
Bevor es weiter nach Chongqing ging
Viel mehr Zeit hatten wir in Chengdu nämlich gar nicht. Insgesamt waren wir nur etwas mehr als 24 Stunden in der Stadt. Gerade deshalb wollten wir unsere Zeit gut nutzen. Nach unserem Besuch bei den Pandas konnten wir am Abend noch ein wenig Chengdu erleben, bevor es am nächsten Morgen schon wieder weiterging.
Zum Frühstück ging es noch einmal auf die Dachterrasse unseres Hotels. Von dort hatten wir einen schönen Blick auf die Anshun-Brücke und den Jinjiang-Fluss. Das Frühstück war bei unserer Buchung bereits inklusive und so konnten wir unseren kurzen Aufenthalt mit einem ziemlich schönen Ausblick ausklingen lassen.
Danach hieß es auch schon wieder Koffer packen und auf zum Bahnhof. Unser nächstes Ziel war Chongqing.
Beim nächsten Mal: Ein ganzer Tag mit Pandas
Unser Besuch in der Panda Base hat allerdings einen kleinen Wunsch hinterlassen: Beim nächsten Mal würden wir gerne noch mehr Zeit mit den Pandas verbringen.
Westlich von Chengdu befindet sich die Dujiangyan Panda Base, wo es unter anderem die Möglichkeit gibt, im Rahmen eines Full-Day Volunteer Programs noch intensiver in die Welt der Pandas und den Artenschutz einzutauchen.
Nach ein paar Stunden, in denen wir die Tiere beim Fressen, Schlafen, Klettern und Spielen beobachten konnten, klingt ein kompletter Tag mit Pandas für uns ziemlich verlockend. Vielleicht führt uns unsere nächste China-Reise also wieder nach Chengdu – dann mit etwas mehr als 24 Stunden im Gepäck.
Unser Fazit: Pandas gehören zu Chengdu einfach dazu
Die Panda Base war für uns eines der Highlights unserer Reise nach China. Schon die erste Begegnung mit einem echten Panda war etwas ganz Besonderes. Noch besser wurde es allerdings, als wir die Tiere dabei beobachten konnten, wie sie kletterten, spielten oder einfach völlig entspannt ihren Bambus verspeisten. Gerade diese Mischung hat uns begeistert: Auf der einen Seite wirken Pandas unglaublich gemütlich und entspannt, auf der anderen Seite können sie plötzlich anfangen herumzuturnen und die verrücktesten Verrenkungen zu machen.
Wer nach Chengdu reist, sollte sich deshalb unserer Meinung nach unbedingt Zeit für die Panda Base nehmen. Auch ein halber Tag reicht bereits aus, um einen tollen Eindruck zu bekommen. Wir waren am Nachmittag dort und haben diese Tageszeit als sehr angenehm empfunden.
Und wir sind uns ziemlich sicher: Beim nächsten Besuch bleiben wir nicht nur ein paar Stunden. Dann möchten wir wie schon erwähnt einen ganzen Tag mit Pandas verbringen.
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