Nach spannenden Tagen in Shanghai ging es für uns weiter nach Peking. Da wir sowohl die Verbotene Stadt als auch die Große Mauer besuchen wollten planten wir bewusst zwei Nächte in der chinesischen Hauptstadt ein.

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Peking: Die Verbotene Stadt und die Große Mauer entdecken

Unsere Highlights in Chinas geschichtsträchtiger Metropole

Nach spannenden Tagen in Shanghai ging es für uns weiter nach Peking. Da wir sowohl die Verbotene Stadt als auch die Große Mauer besuchen wollten – und beides nicht an einem einzigen Tag machbar ist – planten wir bewusst zwei Nächte in der chinesischen Hauptstadt ein.

Verbotene Stadt

Die Verbotene Stadt

Tickets & Zeitplanung

Unser Ziel war die beeindruckende Verbotene Stadt – und die Tickets dafür hatten wir bereits vorab online gebucht. Das können wir absolut empfehlen. Der Eintrittspreis für die Wintersaison lag bei 40 CNY, umgerechnet etwa 5€.

Die Besuchszeiten sind in zwei Zeitfenster unterteilt:

  • Vormittag (bis 12 Uhr)
  • Nachmittag (ab 11 Uhr)

Aufgrund unserer späteren Ankunft entschieden wir uns für das Nachmittags-Zeitfenster. Gerade in der Hauptsaison sind die Kontingente schnell ausverkauft. Zusätzlich sollte man die saisonalen Öffnungszeiten beachten: Im Winter schließt die Verbotene Stadt bereits um 16:30 Uhr, während sie im Sommer bis 17:00 Uhr geöffnet ist. Entsprechend wichtig ist eine gute Planung, damit genügend Zeit bleibt, die riesige Anlage entspannt zu erkunden.

Praktisch: Für den Einlass benötigt man kein ausgedrucktes Ticket – der Reisepass, den man beim Onlinekauf registriert, dient gleichzeitig als Eintrittsnachweis.

Orientierung rund um den Tian’anmen-Platz

Mit der Metro angekommen standen wir zunächst am berühmten Tian’anmen-Platz – auch bekannt als „Platz des Himmlischen Friedens“. Und ehrlich gesagt: Erstmal mussten wir uns orientieren.

Rund um den Platz gibt es zahlreiche Absperrungen, feste Kontrollpunkte und eine hohe Polizeipräsenz. Man kann also nicht einfach jeden Weg nehmen, der auf einer Karte eingezeichnet ist. Einige Zugänge sind nur über bestimmte Kontrollstellen erreichbar. Nach einem kleinen Umweg fanden wir schließlich den richtigen Zugang zur Verbotenen Stadt – inklusive Sicherheitskontrolle, wie sie bei nahezu allen großen Sehenswürdigkeiten in China üblich ist. Taschen werden gescannt, Ausweise geprüft – alles sehr organisiert und strukturiert.

Ein Spaziergang durch die Kaiserzeit

Die Verbotene Stadt ist riesig – und das ist nicht übertrieben. Wir sind den gesamten Komplex klassisch von Süden nach Norden durchlaufen. Vorbei an monumentalen Toren, gewaltigen Innenhöfen, kunstvoll verzierten Hallen und den ikonischen goldenen Dächern.

Über 500 Jahre lang war dieser Ort das politische Zentrum Chinas und ausschließlich dem Kaiser sowie seinem Hofstaat vorbehalten. Heute spaziert man durch dieselben Höfe, in denen einst die Herrscher der Ming- und Qing-Dynastie residierten.

Gerade im Winter hatte der Besuch eine besondere Atmosphäre: klare, kühle Luft, etwas weniger Besucher als in der Hochsaison und dieses warme Gold der Dächer im Kontrast zum blauen Himmel – ein beeindruckendes Bild. Nach einem wirklich beeindrucken Besuch verließen wir die Anlage schließlich durch das südöstliche Tor.

Sonnenuntergang am Tian’anmen-Platz

Zum Abschluss des Tages machten wir noch einen kurzen Abstecher zurück zum Tian’anmen-Platz. Es war kurz vor Sonnenuntergang – und plötzlich wurde es deutlich voller. Viele Menschen warteten auf die Zeremonie des Einholens der chinesischen Flagge. Die Stimmung war ruhig und beinahe feierlich. Ein spannender Moment, der das moderne China widerspiegelt – direkt neben einem Ort, der so viel Geschichte in sich trägt.

Ein intensiver erster Tag in Peking – und genau der richtige Auftakt für das, was am nächsten Morgen folgen sollte.

Besuch der Großen Mauer

Organisiert oder auf eigene Faust?

Für den Besuch der weltberühmten Große Mauer ist Peking die ideale Ausgangsbasis. Von hier aus erreicht man mehrere restaurierte und für Besucher zugängliche Abschnitte. Am bekanntesten sind Badaling und Mutianyu.

Wir entschieden uns für Mutianyu im Nordosten der Stadt – etwas weniger überlaufen, landschaftlich wunderschön und dennoch sehr gut erschlossen.

Grundsätzlich gibt es mehrere Möglichkeiten, zur Mauer zu gelangen:

  • individuell mit Taxi oder dem chinesischen Uber „Didi“
  • oder organisiert per Shuttle inklusive Transfer und Eintritt

Wir haben uns für die entspannte Variante entschieden und über Trip.com einen organisierten Shuttle gebucht – inklusive Hin- und Rückfahrt sowie Eintritt zur Mauer. Preislich lag das Ganze bei unter 15 € pro Person, was für uns ein sehr gutes Gesamtpaket war. Der Treffpunkt lag praktischerweise in der Nähe unseres Hotels und war morgens fußläufig erreichbar. Von dort ging es mit einem Reisebus in etwa einer Stunde Richtung Norden.

Ankunft in Mutianyu

Vor Ort angekommen, erreicht man zunächst einen kleinen touristischen Ort mit Restaurants, Cafés und Souvenirläden. Von dort steigt man noch einmal in einen kleineren Shuttlebus um, der einen direkt zum eigentlichen Eingang des Mauerabschnitts bringt.

Der Abschnitt Mutianyu umfasst insgesamt 20 restaurierte Wachtürme, zwischen denen man sich frei bewegen und die Mauer entlanglaufen kann. Am Eingang hat man drei Möglichkeiten, hinaufzugelangen:

  • Sessellift zu Turm 6
  • Gondel zu Turm 14
  • oder ein Aufstieg zu Fuß zwischen Turm 6 und 10

Wir entschieden uns für eine entspannte Variante und wählten den Sessellift zu Turm 6.

Auf der Mauer – steil, beeindruckend, unvergesslich

Die Große Mauer ist eines der beeindruckendsten Bauwerke der Menschheitsgeschichte. Ihr Bau begann bereits im 7. Jahrhundert v. Chr., wobei die heute sichtbaren, gut erhaltenen Abschnitte größtenteils aus der Ming-Dynastie (14.–17. Jahrhundert) stammen. Über Jahrhunderte hinweg wurde die Mauer erweitert, verstärkt und ausgebaut. Insgesamt erstreckt sie sich – inklusive natürlicher Barrieren wie Berge und Flüsse – über mehr als 21.000 Kilometer quer durch Nordchina. Sie diente vor allem dem Schutz vor nomadischen Reitervölkern aus dem Norden und war zugleich Grenzbefestigung, Kontrollpunkt und Kommunikationssystem. Mit diesem Wissen im Hinterkopf dort oben zu stehen, bekommt noch einmal eine ganz andere Dimension.

Wir entschieden uns für den Sessellift zu Turm 6 und starteten von dort unsere Tour. Insgesamt verbrachten wir etwa drei Stunden auf der Mauer – und diese Zeit verging erstaunlich schnell. Rund um die Ankunftspunkte von Sessellift und Gondel ist naturgemäß deutlich mehr los. Viele Besucher bleiben in diesem Bereich oder laufen nur ein kurzes Stück in beide Richtungen. Je weiter man sich jedoch von diesen Zugängen entfernt, desto ruhiger wird es.

Wir liefen von Turm 6 aus in Richtung Osten bis zu Turm 1 – und merkten schnell, wie sich die Besucherströme immer weiter verteilten. Auf den exponierteren Abschnitten waren teilweise nur noch wenige Menschen unterwegs. Plötzlich hatte man Momente, in denen man fast allein auf der Mauer stand.

Der Abschnitt zwischen den Türmen ist stellenweise überraschend steil. Manche Treppenstufen sind sehr hoch und ungleichmäßig – hier merkt man schnell, dass die Mauer kein gemütlicher Spazierweg ist, sondern ursprünglich ein militärisches Bauwerk war.

An Turm 1 angekommen, waren wir praktisch am höchsten Punkt dieses Abschnitts. Von hier aus eröffnete sich ein beeindruckender Blick über die gesamte Bergkette. Die Landschaft wirkt rau, weit und beinahe endlos. Besonders faszinierend: Von Turm 1 aus konnte man auf einen nicht restaurierten Teil der Mauer blicken. Dort schlängelt sie sich deutlich ursprünglicher, teils bröckelnd und überwuchert, über die Bergkämme. Dieser Kontrast zwischen restaurierten Abschnitten und dem wilden, ursprünglichen Verlauf macht erst richtig bewusst, wie alt dieses Bauwerk tatsächlich ist.

In der Ferne erkennt man auf den hohen Bergzügen immer wieder einzelne Mauerstücke – wie kleine steinerne Linien am Horizont. Es wirkt fast unwirklich, wie sich dieses Bauwerk über Gipfel und Täler hinwegzieht.

Der Rückweg

Für den Rückweg liefen wir von Turm 1 wieder zurück bis Turm 10. Auch hier wechselten sich steile Auf- und Abstiege mit flacheren Passagen ab. Wir legten immer wieder kurze Pausen an den Wachtürmen ein – nicht nur, um Luft zu holen, sondern auch, um die Aussicht noch einmal bewusst auf uns wirken zu lassen.

Während viele Besucher mit der Sommerrodelbahn oder der Gondel talwärts schwebten, nahmen wir den Weg zu Fuß – eine schöne Gelegenheit, das Erlebnis noch einmal bewusst ausklingen zu lassen. Nach einem späten Mittagessen im kleinen Ort unterhalb der Mauer brachte uns der Reisebus am Nachmittag wieder zurück nach Peking.

Ein Tagesausflug, der definitiv zu den absoluten Highlights unserer China-Reise gehört. Die Dimensionen, die Geschichte und die Landschaft – all das lässt sich kaum in Worte fassen. Man muss es selbst erlebt haben.

Ein Kommentar zu „Peking: Die Verbotene Stadt und die Große Mauer entdecken“

  1. […] unserem Aufenthalt in Peking ging es am Morgen mit Air China weiter nach Chengdu. Viel Zeit zum Ankommen hatten wir allerdings […]

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